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Bei gestörtem Lymphabfluss entwickeln sich durch Lymphstauungen in der zugehörigen Körperpartien prall-elastische Schwellungszustände, die Lymphoedeme.
Bei primären Lymphoedemen ist mitunter bereits in jungen Jahren eine chronische Gewebsschwellung festzustellen. Ursache ist eine anlagebedingte Reduktion der Transportkapazität der zugehörigen Lymphbahnen.
Bei sekundären Lymphoedemen kommt es infolge anderer Erkrankungen zu einer erworbenen Lymphabfluss-Störung, so zum Beispiel als Folgezustand nach Operationen im Becken- und Leistenbereich, operativen Entfernungen von
Beinvenen, nach Strahlentherapie bösartiger Tumore. Insbesondere im Falle des Brustkrebses können Lymphoedeme des zugehörigen Armes eine Folgekomplikation darstellen, wenn eine operative Entfernung der
Achsellymphknoten bzw. eine zusätzliche Strahlentherapie durchzuführen ist.
Auch wenn Lymphknoten bei bösartigen Erkrankungen mitbefallen sind und folglich in ihrer Feinstruktur zerstört werden, können sich Lymphabfluss-Störungen der vorgeschalteten Lymphgefässe mit Stauungen der zugehörigen
Körperregion einstellen.
Einzelheiten zur nichtoperativen (konservativen) Behandlung von Lymphoedemen finden sich in der zugehörigen Seite der vorliegenden Darstellung.
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Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich,
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