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Der Mensch ist so alt wie seine Gefässe. Bereits ein heranwachsendes ungeborenes Kind ist zum Gedeihen auf eine intakte Gefässversorgung angewiesen. Im späteren Leben entscheidet der Zustand des Gefäss-Systems
oftmals über Gesundheitszustand und Lebensqualität.
Die Lebensbedingungen unserer Zivilisationsgesellschaft fördern in vielen Fällen vorzeitige Schäden auch lebenswichtiger Blutgefässe. Daher sind Vorsorge, Früherkennung und rechtzeitige Behandlung bestehender
Gefässleiden wesentliche Voraussetzungen für eine möglichst wirkungsvolle Gesunderhaltung auch im mittleren und höheren Lebensalter.
Zum besseren Verständnis der Gefässerkrankungen und der zur Verfügung stehenden gefässmedizinischen Behandlungsmöglichkeiten sollen auf den folgenden Seiten zuznächst einige nähere Informationen über das
Gefäss-System vermittelt werden. Hernach wird auf die in unserer Klinik bestehenden Behandlungsangebote eingegangen.
Die Meduna-Klinik steht unter der ärztlichen Leitung eines Internisten mit angiologischem (gefässmedizinischem) Schwerpunkt. Infolgedessen bietet unsere Klinik umfangreiche Möglichkeiten der fachangiologischen
Diagnostik und Therapie.
Zum besseren Verständnis der nachfolgenden Textdarstellungen werden zunächst einige Schemazeichnungen präsentiert, welche wesentliche Grundprinzipien des Kreislauf- und Gefäss-Systems veranschaulichen.
Die Abbildung veranschaulicht das
Prinzip des Blutkreislaufes (modifiziert nach Wirth); sauerstoffreiches Blut ist rot, sauerstoffarmes blau dargestellt. Aus der linken Herzkammer (rot) gelangt sauerstoffreiches Blut über die Hauptschlagader (Aorta,
1) in die verschiedenen Organe des Körpers; die Blutversorgung der Beine vollzieht sich über die Becken- und Beinschlagadern (2,3). Über die Körpervenen wird das Blut hernach wieder zum Herzen
zurückgeführt. Die untere Hohlvene (4) bildet gemeinsam mit der oberen Hohlvene (von rechts oberhalb des Herzens kommend, ohne Nummerierung) die beiden Hauptsammelvenen, welche das
gesamte Blut der Körpervenen in die rechte Herzkammer (blau) transportieren. Von dort fliesst das sauerstoffarme Blut über die Lungenarterien(5) zur Lunge, wird mit
Sauerstoff angereichert und über die Lungenvenen (6) zum linken Teil des Herzens (rot) rückgeführt.
Arterien sind folglich Blutgefässe, welche das Blut jeweils vom Herzen zu den Organen transportieren, Venen hingegen solche Gefässe, die das Blut aus den Organen wieder zum Herzen zurückführen. Arterien und Venen
zeigen einen ähnlichen Aufbau ihrer Wandung mit einer dreischichtigen Gliederung in Intima, Media und Adventitia; weitere Einzelheiten finden sich in den nachfolgenden Kapiteln. Im Unterschied zu den Arterien
besitzen die Venen als Besonderheit zahlreiche Venenklappen; diese gewährleisten einen gerichteten Rückfluss des Blutes zum Herzen und wirken einem übermässigen Blutrückstau in den Beinen entgegen.
Die nebenstehende Abbildung zeigt
den Feinbau einer Arterienwand (links) und Venenwand (rechts) im Vergleich. Die Intima ist violett, die Media grün, die Adventitia rot gekennzeichnet (modifiziert nach Schiebler).
Abschliessend soll das Prinzip der
Venenklappen am Beispiel einer tiefen (1) und zweier oberflächlicher Beinvenen (2,3) erläutert werden. Zwischen oberflächlichen und tiefen Venen bestehen mehrere direkte kurzstreckige Querverbindungen,
die Perforansvenen (ohne Nummerierungen). Die Richtung des Blutflusses wird mit Pfeilen gekennzeichnet. Die Venenklappen sind als Rückschlagventile in sämtlichen Venen so angeordnet
und ausgerichtet, dass der Blutfluss nur in einer Richtung verläuft, in den oberflächlichen und tiefen Venen zum Herzen, in den Perforansvenen von den oberflächlichen zu den tiefen Venen. Abb. modifiziert nach
Rudofsky.
Weitere Informationen und Schemazeichnungen zum Verlauf der Beinarterien und Beinvenen finden sich unter www.beinarterien.de bzw. www.beinvenen.de (Abbildungen jeweils in den Einführungen).
Die Internet-Darstellung www.koronargefaesse.de bietet Informationen zu Herzkranzgefässen und koronarer Herzkrankheit, www.hirngefaesse.de
zu hirnversorgenden Arterien und Hirndurchblutungsstörungen (Abbildungen jeweils in den Einführungen).
Copyright:
Prof. Dr. Piper, Meduna-Klinik, 56864 Bad Bertrich,
Tel.: 02674 / 182 0, Fax: 02674 / 182 3182
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